Unbürokratische Hilfe ohne Streuverluste Was wäre ein Parlament ohne die Debatte?
Die Diskussion steht im Mittelpunkt der Sitzung. Vorsitzende Susanne Seidemann macht den Aufbau des Spendenparlaments deutlich:
"Im Mittelpunkt steht das Parlament, das die Entscheidungen fällt. Das Präsidium leitet die Parlaments-Sitzungen und schafft die Atmosphäre für eine Debatte.
Die Finanzkommission hat die Projekte, die zur Abstimmung kommen, geprüft und spricht dem Parlament seine Empfehlungen aus. Der Trägerverein wirbt die Spender und gibt das Geld an das Parlament weiter."
Das Reutlinger Spendenparlament unterstützt Projekte, die gesellschaftliche Ausgrenzung und Armut bekämpfen.
Reutlinger Spendenparlament schafft Grundlagen für lebendige Diskussion Bei den Parlaments-Sitzungen stellt zunächst der Antragsteller sein Projekt vor. Dann gibt die Finanzkommission ihre Empfehlung. An der anschließenden Diskussion können sich auch Nicht-Mitglieder beteiligen.
Im Kreis Reutlingen gibt es viele Initiativen, die sich gegen Ausgrenzung und Armut wenden. Ihre Mitglieder können sich ganz unbürokratisch an Parlamentarier und Trägervereins-Mitglieder wenden.
"Für Menschen, denen es nicht liegt, ihr Anliegen vor einer großen Versammlung zu formulieren, soll die Finanzkommission Sprecher sein."
Reutlinger Spendenparlament Jeder, der das Spendenparlament bei seiner Arbeit unterstützen will, ist willkommen. Die Arbeitsgruppen sind für neue Mitarbeiter offen. Firmen dürfen für Spenden mit dem Parlaments-Logo werben. Parlamentarier haben die Möglichkeit, aktiv an der sozialen Gestaltung der Stadt mitzuwirken.
Armut ist ein zentrales Problem unserer Zeit. Viele Menschen haben dies erkannt und wollen in Bürgerschaftsprojekten ihren Beitrag zur Bekämpfung der Armut leisten. Das Spendenparlament ist eine dieser Initiativen.
Der Hamburger Pfarrer Reimers hatte einst die Idee dazu. Susanne Seidemann erfuhr von diesem Projekt und brachte auch in Reutlingen den Stein ins Rollen.
Initiative ergreifen Das Geld geht an Initiativen, die ihre laufende Arbeit gefährdet sehen oder eine Starthilfe benötigen. Unterstützt werden Einrichtungen, die gegen Armut, Ausgrenzung, Obdachlosigkeit kämpfen und aktiv an der Normalisierung der Lebenssituation benachteiligter Mitbürgerinnen und Mitbürger mitwirken.
Die Unterstützung ist kein Almosen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe.
Initiativen, die eine Unterstützung vom Spendenparlament in Anspruch nehmen wollen, stellen einen Antrag. Dieser wird von der Finanzkommission des Spendenparlamentes geprüft und bei den Parlamentssitzungen vorgestellt.
Jede Stimme zählt Die Parlamentarier haben dabei auch die Gelegenheit, direkte Fragen an die Antragsteller zu richten. Jedes Parlamentsmitglied kann dann mit seinem persönlichen Stimmrecht entscheiden, was mit dem Geld geschieht.
Alle Mitglieder des Trägervereins arbeiten ehrenamtlich. Die Mittel des Vereins und des Parlamentes sind streng getrennt, damit kein Euro des Spendenaufkommens für Werbung, Verwaltung oder Ähnliches ausgegeben wird.
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